exhibitions
Eberhard Havekost

Retrospektive 2

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  • The moon is the perfect object: unpopulated, dead, cold, silent, dense, and distant. The Earth is the perfect subject: full of life in different guises, active, with human life forms in particular eagerly engaged in exploring, examining,understanding the material world.

    Havekost’s work points to the lacunae and failures of the Enlightenment tradition of scientific exploration and observation. Distances and differences between us and the world open and close in Havekost’s painting.

    Photography has often been seen as a dematerializing force, creating a distant, and even false, world of images; in line with this, critics have read Havekost’s work as a kind of essay on the unavailability of reality today. (...) This work is more complicated than that. Over the past several years, Havekost has been making paintings that offer a series of proposals about the nature of the material world and our relationship to it that are nusual in their sophistication and in the physical, rather than purely discursive, nature of that sophistication.

    One enormous strength of Havekost’s working process is that it multiplies rather than organizes, to show the constantly shifting affinities between things, images, experiences, paintings. There is an intertwining of things which we intuit as related, converging if only at different moments, transgressing the usual, more fixed ways of understanding.

    Perhaps this is a way of being in the world that does not presume the viewpoint to be entirely that of the human subject. These paintings allow a kind of fullness to objects (including images and paintings), as simply particular objects, rather than opposing or betraying objects.

  • Der Mond ist das perfekte Objekt: unbesiedelt und tot, kalt, still, dicht und fern. Die Erde ist das perfekte Subjekt: erfüllt von Leben in unterschiedlicher Gestalt, aktiv, speziell mit menschlichen Lebensformen, die sich eifrig um eine Erforschung, Erkundung und Erkenntnis der materiellen Welt bemühen.

    Mit seinen Arbeiten macht Havekost auf Lücken und Brüche in der aufklärerischen Tradition wissenschaftlicher Untersuchung und Beobachtung aufmerksam. Entfernungen und Unterschiede zwischen uns und der Welt öffnen und schließen sich in seiner Malerei.

    In der Fotografie hat man immer wieder eine entmaterialisierende Kraft gesehen, die ferne oder gar falsche Bilderwelten erschafft. In diesem Sinne las die Kritik Havekosts Werk als eine Art Essay über die Nichtverfügbarkeit der Realität heute. Jedoch ist sein Schaffen (...) komplexer. Die Gemälde der letzten Jahre bieten eine Reihe von Anregungen zur Natur der Dingwelt und zu unserem Verhältnis ihr gegenüber, die außergewöhnlich sind in ihrer Differenziertheit und in der physischen statt rein diskursiven Natur ebendieser Differenziertheit.

    Eine enorme Stärke von Havekosts Arbeitsprozess ist, dass er multipliziert statt organisiert, um die stets wechselnden Affinitäten zwischen Dingen und Bildern, Erfahrung und Malerei aufzuzeigen. Es gibt dort gewissermaßen ein Ineinandergreifen von Dingen, die wir intuitiv als verwandt empfinden, auch wenn sie nur verschiedentlich zusammentreffen, jenseits der üblichen, festgeschriebenen Sichtweisen.

    Vielleicht ist dies eine Möglichkeit, in der Welt zu sein, ohne ausschließlich den menschlichen Blickwinkel einzunehmen. Diese Gemälde erlauben Objekten (einschließlich Bildern und Gemälden) so etwas wie ein volles Dasein als bestimmte Dinge, anstatt sie einfach gegenüberzustellen oder zu reduzieren.